Willard Grant Conspiracy: Paper Covers Stone kommt im September
Die Bandgeschichte
Kaum einmal bleibt es bei DER Willard Grant Conspiracy. Von Album zu Album, von Tour zu Tour ändert sich das Line-Up. Jeder so wie er kann, und wie es passt. Immer neue Interpretation ihres Songbooks.
Auf der Bühne zeitweise mit 14 Mitgliedern. Stets im Mittelpunkt die raue Baritonstimme von Charakterkopf Robert Fisher, mal in sich gekehrt auf einem Barhocker sitzend, dann mit großer Kraft am Bühnenrand drohend. „Fisher besitzt die Anziehungskraft eines Cash, Cohen oder Cale“, erklärt UNCUT. Während das MOJO einen anderen Blick auf die Band wirft und die Musik als eine „Reminiszenz an The Band in all ihrem Gothic Pomp“ versteht. Sie verschmelzen Folkrockelemente mit der DIY Ästhetik der Postpunk Szene.
"Fare Thee Well" von Paper Covers Stone mit den "Bandmitgliedern" Chris Brokaw und Drew O'Doherty. Im Oktober 2008 in Cambridge
Zurück in Kalifornien meldete sich Tom Bridgewaters von Loose Records, dem englischen Label-Partner der Willard Grant Conspiracy, mit einer Idee bei Fisher. Alte Songs im neuen Gewand. Minimalistisch instrumentiert, so wie Fisher sie auf seinen Duo-Shows (oder Trio, oder Quartett) spielt. No drums! Stripped to the bone. Eine neue Herausforderung für Fisher. Und schon war David Curry wieder an Bord. Nach und nach gesellten sich Sean O’Brien (der erste Gitarrist der WGC) und Peter Weiss (Engineer und Produzent, u.a auf den WGC-Alben #2 bis #4) hinzu. Im März 2009 sind sie in Peters Verdana Studios verabredet. Auch dabei: Steve Wynn, mit dem Fisher in den vergangenen Jahren immer mal wieder auf der Bühne zu sehen war. Im Dortmunder Subrosa firmierten sie Anfang 2008 unter dem Name „Willard Wynn Conspiracy Syndicate“.
Es ging schnell: An zwei Tagen wurden 18 Songs über ein 70er Jahre Neve Mischpult, das schon auf den von Weiss produzierten Alben der WGC zu Ehren kam, eingespielt. Draußen kämpfte der aufkommende Frühling mit dem Winter. Der Schnee wurde zu Wasser, das erste Frühlingslicht drang durch die dichten Wälder, die das Verdana Studio umgeben. Und in der alten Scheune trieben Unmengen an Kaffee, ausgewählte Zigarren und der exquisite Käse der Region die Session an. Die alten Freunde fühlten sich wohl. Wie man den Aufnahmen anhören kann.
Rau, intuitiv und minimalistisch ist das 9. Album von WGC und ein krasser Kontrast zum 2008 erschienenen orchestralen „The Pilgrim Road“. Dennoch zeigen beide Alben dieselbe Bereitschaft zum Experimentieren, seit „3am Sunday @ Fortunes Otto’s“ im Jahre 1996 eines der Markenzeichen der Band .
Paper Covers Stone (Papier umhüllt Stein) ist ein weiteres Kapitel in der Bandgeschichte. Vorangetrieben von einem steten Wechsel, zusammengehalten von losen Konstanten.
Paper Covers Stone erscheint Anfang September als CD & Doppel-LP über Glitterhouse / Indigo. Ab Ende September sind Willard Grant Conspiracy für zahlreiche Konzerte in Europa.



