06.07.2009

Willard Grant Conspiracy: Paper Covers Stone kommt im September

Manchmal auch nur einer: Robert Fisher, Kopf der Willard Grant Conspiracy


Die Bandgeschichte


Willard Grant Conspiracy: 1994 in Boston gegründet. Immer schon mehr Kollektiv als Band. Wechselnde Mitglieder. Über die Jahre wachsende Anzahl an Mitgliedern. „Wenn jemand behauptet, er ist Mitglied der Willard Grant Conpiracy, dann stimmt das“. Mittlerweile aus der kalifornischen Wüste operierend. Das Kollektiv verstreut auf sechs Länder. Veröffentlichungen und Konzerte in den Staaten, Europa, England, Australien und Neuseeland.

Kaum einmal bleibt es bei DER Willard Grant Conspiracy. Von Album zu Album, von Tour zu Tour ändert sich das Line-Up. Jeder so wie er kann, und wie es passt. Immer neue Interpretation ihres Songbooks.

Auf der Bühne zeitweise mit 14 Mitgliedern. Stets im Mittelpunkt die raue Baritonstimme von Charakterkopf Robert Fisher, mal in sich gekehrt auf einem Barhocker sitzend, dann mit großer Kraft am Bühnenrand drohend. „Fisher besitzt die Anziehungskraft eines Cash, Cohen oder Cale“, erklärt UNCUT. Während das MOJO einen anderen Blick auf die Band wirft und die Musik als eine „Reminiszenz an The Band in all ihrem Gothic Pomp“ versteht. Sie verschmelzen Folkrockelemente mit der DIY Ästhetik der Postpunk Szene.



"Fare Thee Well" von Paper Covers Stone mit den "Bandmitgliedern" Chris Brokaw und Drew O'Doherty. Im Oktober 2008 in Cambridge


Paper Covers Stone – Die Geschichte

Irgendwann in 2008 unterhielten sich Robert Fisher und David Curry über ein neues Projekt. Das Ziel. Eine neue Willard Grant Conspiracy Platte. Fisher und Curry als gleichberechtigte Partner, so wie Malcolm Lindsay und Fisher es bei „Pilgrim Road“ waren. Doch am Ende des Jahres, kurz vor Weihnachten, trafen sich Fisher und Curry in Boston. Einer von ihnen erschöpft von einem Jahr mit Konzerten auf drei Kontinenten und der Andere ausgelastet mit neuen Projekten. Sie legten die gemeinsame Sache vorerst auf Eis.

Zurück in Kalifornien meldete sich Tom Bridgewaters von Loose Records, dem englischen Label-Partner der Willard Grant Conspiracy, mit einer Idee bei Fisher. Alte Songs im neuen Gewand. Minimalistisch instrumentiert, so wie Fisher sie auf seinen Duo-Shows (oder Trio, oder Quartett) spielt. No drums! Stripped to the bone. Eine neue Herausforderung für Fisher. Und schon war David Curry wieder an Bord. Nach und nach gesellten sich Sean O’Brien (der erste Gitarrist der WGC) und Peter Weiss (Engineer und Produzent, u.a auf den WGC-Alben #2 bis #4) hinzu. Im März 2009 sind sie in Peters Verdana Studios verabredet. Auch dabei: Steve Wynn, mit dem Fisher in den vergangenen Jahren immer mal wieder auf der Bühne zu sehen war. Im Dortmunder Subrosa firmierten sie Anfang 2008 unter dem Name „Willard Wynn Conspiracy Syndicate“.

Es ging schnell: An zwei Tagen wurden 18 Songs über ein 70er Jahre Neve Mischpult, das schon auf den von Weiss produzierten Alben der WGC zu Ehren kam, eingespielt. Draußen kämpfte der aufkommende Frühling mit dem Winter. Der Schnee wurde zu Wasser, das erste Frühlingslicht drang durch die dichten Wälder, die das Verdana Studio umgeben. Und in der alten Scheune trieben Unmengen an Kaffee, ausgewählte Zigarren und der exquisite Käse der Region die Session an. Die alten Freunde fühlten sich wohl. Wie man den Aufnahmen anhören kann.

Rau, intuitiv und minimalistisch ist das 9. Album von WGC und ein krasser Kontrast zum 2008 erschienenen orchestralen „The Pilgrim Road“. Dennoch zeigen beide Alben dieselbe Bereitschaft zum Experimentieren, seit „3am Sunday @ Fortunes Otto’s“ im Jahre 1996 eines der Markenzeichen der Band .

Paper Covers Stone (Papier umhüllt Stein) ist ein weiteres Kapitel in der Bandgeschichte. Vorangetrieben von einem steten Wechsel, zusammengehalten von losen Konstanten.

Paper Covers Stone erscheint Anfang September als CD & Doppel-LP über Glitterhouse / Indigo. Ab Ende September sind Willard Grant Conspiracy für zahlreiche Konzerte in Europa.

02.07.2009

Wo zum Teufel steckt Dan Sartain?





Arise! Dan Sartain! Arise! Sollte bereits im März 2008 erscheinen. Erschien nicht. Kommt wohl noch. Zwischendurch war er in Deutschland. Einmal mit den Hives, dann mit den Beatsteaks. Laut myspace-Kalender fliegt er die Tage nach London, ein Album fertigstellen. Arise! Dan Sartain! Arise!

Bis dahin verlinken wir hier die Dan Sartain Family Legacy.

Zum Download auf www.xtrmntr.com

Tracklisting:
Dan Sartain's Family Legacy, 1981-1998

01. Telegram Sam
02. Not the Boy She Knew
03. Boxcutter in my Boot
04. Love is Crimson (on "vs. the Serpientes")
05. Public Dancer
06. Besame Mucho
07. Plug Me In
08. Strength in Numbers
09. Carry Weight
10. Steal That Girl
11. Live to Tell About It
12. In the Night
13. Mr. Moonlight
14. K-Car
15. Goodnight

2002's Romance in Stereo
16. Stable Man
17. Romance Ain't Free

2007's Daytrotter Session
18. I Don't Wanna Go to the Party
19. Hangers On
20. Done a Lot
21. Tiger Man

30.06.2009

The Twilight Sad - I Became A Prostitute

Im Oktober erscheint mit Forget The Night Ahead das zweite The Twilight Sad-Album. Mit Fourteen Autumns & Fifteen Winters sorgten sie bereits 2007 für große Begeisterung. Sie bilden die Speerspitze der neuen schottischen FatCat-Welle, die mit Frightened Rabbit und gerade aktuell We Were Promised Jetpacks immer mehr Fahrt aufnimmt.

Nach "Reflection Of The TV" (immer noch hier bei Stereogum als Download) folgt mit "I Became A Prostitute" nun der zweite Vorbote aus Forget The Night Ahead


video

20.06.2009

Das Post-Rock-Quartett



Lange haben wir nichts von Savoy Grand gehört. Gewiss, sie haben sich immer Zeit gelassen, doch irgendwie hatte man diesmal das Gefühl, es könnte mit den Gods Of Thunder vorbei sein. Ist es aber nicht. Nach einem Auftritt mit The New Year im vergangen Jahr, steht jetzt wohl so langsam ein neues Album an. Bis dahin aber vertreiben wir uns die Zeit mit diesem Post-Rock-Quartett von Fiese Falle.

Der Link

Ob Savoy Grand sich mit dem neuen Album noch ein paar andere Sterne als nur Slow verdienen können? Wir werden hier davon berichten

Scott Matthew - Live @ Radio Eins

Bevor Scott Matthew in die Passionskirche fuhr, schaute er noch kurz bei Radio Eins vorbei. Er spielte "White Horse"


18.06.2009

Richmond Fontaine - We Used To Think The Freeway Sounded Like A River


Richmond Fontaine
We Used To Think The Freeway Sounded Like A River
Decor / Indigo
Pressetag: 13.07 - Berlin

Willy Vlautin ist Sänger der Band Richmond Fontaine, wohnt in Portland. Und veröffentlicht seit einiger Zeit so nebenbei noch Romane. Sein Debüt Motel Life* war eine "wortkarge, depressive Unterschichtenmoriate" (TIP Berlin), der Nachfolger Northline* ein "aufschlussreicher Einblick in eine Welt jenseits des amerikanischen Traums" (FAZ). Eine Welt, aus der Richmond Fontaine mit ihrem neuen Album "We Used To Think The Freeway Sounded Like A River" nunmehr zum achten Mal berichten. Traurige kurze Lieder. Da ist ein trockener Alkoholiker, der zum Boxer wird, sich verletzt und wieder und weiter abstürzt; da ist das Pärchen, die auf der Suche nach einem Ort ohne die Dunkelheit der Welt in einem schäbigen Hotel in Portland landen. Vlautin erzählt von ihrem Schicksal, von irgendwo erklingt eine Pedal Steel und die Trompete bricht sich ihren Weg durch die Sprachlosigkeit. Von der Dirt Road bewegt sich der Pick-Up-Truck ganz langsam in Richtung Freeway, Tumbleweed rollt vorbei.

Das Album "We Used To Think The Freeway Sounded Like A River" erscheint im September über Decor / Indigo. Willy Vlautin wird am 13.07 für einen Pressetag in Berlin sein.

*Motel Life und Northline sind im Berlin Verlag erschienen

Mehr zu Richmond Fontaine und Willy Vlautin:
www.richmondfontaine.com
www.willyvlautin.com

zum Download der ersten Single "You Can Move Back Here"



12.06.2009

Official Secrets Act - Bloodsport

Seit Anfang des Jahres sind sie unterwegs, mit Bloodsport veröffentlichen sie die nunmehr dritte Single aus dem Debütalbum "Understanding Electricity". Im Laufe des Jahres sicher auch wieder hierzulande zu sehen. Bis dahin eben auf den großen Festivals drüben im UK - Official Secrets Act